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28Sep/090

Uni und so

In knapp 6 Stunden beginnt der "Ernst des Lebens" wieder - die Uni. Um 8.00 Uhr habe ich eine mündliche (Nach-)Prüfung in EBW. Der Dozent hat es doch noch einen knappen Tag vor der Prüfung geschafft mir und Marcel die Uhrzeit mitzuteilen an der wir unsere Prüfung haben. Besonders hervorzuheben ist dabei noch, dass er die Prüfungstermin ursprünglich ab 9.00Uhr angekündigt hatte.

Nichtsdestotrotz freue ich mich das ich wieder einen halbwegs strukturierten Tagesablauf zu haben. In den letzten neun Wochen bin ich fast wahnsinnig geworden vor Unstrukturietheit, Langweile und Einsamkeit geworden. Viel besser wird es durch meinen aktuellen Stundenplan auch nicht, da ich effektiv nur Mittwochs zu einer Vorlesung muss. Da ich aber um auch bald noch überleben zu können arbeiten muss, bleibt mir so noch, dass die Struktur durch meinen hoffentlich bald vorhanden Arbeitsplatz hergestellt wird.

Leider ist es auch so, das ich meine Freunde Marcel und Richard nur sehr selten in der Uni und auch außerhalb sehen werde: Richard absolviert bald sein Praktikum bei VW in Wolfsburg, so dass ich ihn so gut wie garnicht sehen werde. Und Marcel teilt mit mir nur diese eine Vorlesung. Da wir aber zusammen jetzt schon an unserer gemeinsamen Bachelorarbeit feilen, werden wir uns wohl öfter sehen; vor allem an den Wochenenden und an gemeinsamen freien Tagen. Und ich hoffe auch auf Besserung im Kontakt mit Jochen und Max; was bis jetzt nicht so gut funktionieren wollte. Außerdem ist da auch noch Daniel, der sich vor kurzem von seinem Freund getrennt hat, wo ich mir minimale Chancen doch ausrechnen mag. Obwohl ich noch nicht genau weiß, ob wir denn überhaupt kompatibel sind. Aber man darf sich ja mal Gedanken machen.

Ich habe mir in letzter Zeit Gedanken gemacht, was ich denn im Leben bis jetzt erreicht habe und habe das Gefühl nicht geschafft zu haben. Sollte ich nicht wenigsten ein Hauch von Stolz oder guten Gefühl dabei haben, dass ich es geschafft habe auf eine Hochschule zu kommen und wie es sich abzeichnet sie auch erfolgreich abzuschließen? Aber nichts.

Und zu guter Letzt das blöde Geld. Es geht bei mir zu Ende. Der nächste Monat steht auf der Kippe mit den bezahlen der monatlichen Fixkosten, geschweige denn dem was noch so wartet. Einen Job habe ich mittlerweile eine wenig in Aussicht, aber nichts worauf ich mich stützen kann. Gut, Wohngeld ist beantragt und auch Waisenrente und Kindergeld erhalte ich, aber es reicht halt nicht. Wünscht mir alles Gute, dass ich diesen Job auch bekomme und ich bald das Licht am Ende des Tunnels sehen kann.

22Jul/091

So wird das nichts

Im Entwurf schwirren mittlerweile 4 Artikel rum mit Stichworten, die ich alle so gar nicht mehr schreiben will / kann. Erzählen wollte ich darüber, wie die letzten Wochen vor Mamas Tod waren, wie ich Ihren Tod erlebt haben, wie ich die Beerdigung organisiert habe und wie es danach weiterging in meinem Leben. Die Notizen habe ich eben alle nochmal gesichtet und denke mir im Moment kann ich daraus keinen Text erstellen.

Aber wie ich auch schonmal versprochen hatte, werde ich das ganze als Podcast einsprechen. Es werden wohl mehrere Folgen werden, in denen ich angefangen von der Diagnose bis zur Beerdigung alles erzählen möchte. Die erste Folge wird nicht lange auf sich warten lassen, immerhin bin ich ja schon stolzer Besitzer eines Samson C03U, das nur auf seinen Einsatz wartet.  :D

Jetzt noch kurz über die letzten Tage. Vor 2 Wochen hatte ich mitunter eine der wichtigsten Prüfungen meiner akademischen Laufbahn und zwar RTS - Echtzeitsysteme. Naja, wird den meisten nicht viel sagen - Programmieren im weitesten Sinne. Auf jedenfall war diese Prüfung deshalb so wichtig, weil es der dritte (und damit letzte ) Versuch war und gleichzeitig Zeitablauf in diesem Modul bestand. - Kurz zu Erklärung unserer Prüfungsordnung: Nach belegen eines Moduls hat man 4 Semester Zeit und 3 mögliche Versuche die Prüfung zu bestehen - Diese Prüfung habe ich also geschrieben und - wie ich dann 2 Wochen später erfahren habe - auch bestanden. Und das ganze mit der Note 2,3, was weit aus besser ist, als ich dann erwartet hatte (wobei das wohl meine eigene Panikmache war, die mir jeden Tag ein bischen mehr glauben machen wollte, sie wäre schlechter als am Tag zuvor).

Auch sonst war dieses Semester sehr erfolgreich. Die beiden anderen Prüfungen die ich dieses Semester geschrieben habe, sind beide mit 1,0 bewertet worden. Was wohl das beste Semester überhaupt sein dürfte.

Na gut, drei Prüfungen? Ist das nicht ein bischen wenig? Ja, ist es. Ich konnte 3 andere Prüfungen nicht mitschreiben, weil es sich mit anderen Terminen überschnitt. Nicht schlimm, dafür gibt es ja den Nachprüfungszeitraum, am Anfang des nächsten Semester. Da werd ich dort sein und hoffentlich ebenfalls solche Erfolge feiern, wie dieses Semester. Jetzt jedenfalls sind erstmal neun Wochen Semesteferien (oder korrekterweise "vorlesungfreie Zeit").

Am Schluss noch eine gute Nachricht: Nach dem ich am Freitag 3000€ Darlehnen an eine Freundin zurückzahlen musste und ich deshalb ins Minus kam, brachte der Postbote heute einen Brief der Deutschen Rentenversicherung, dass mein Antrag auf Waisenrente (nach 8 Wochen) bewilligt sei. Will heißen ein nicht unerhebliche Nachzahlung und eine kleine monatliche Rente.

Und ganz ganz zum Schluss noch erwähnt, dass es mit meinen Kommilitonen Morgen Abend ins Kino geht und danach noch ein wenig das Semesterende gefeiert wird.

Irgendwie find ich keine passende Schlussworte, also in dem Sinne.